Liebe Optiker!
Mir wurden vor drei Monaten von meinem Optiker Gleitsichgläser empfohlen. Ich wußte damals nichts über Gleitsichtgläser, vor allem nicht, wie vielfältig die Möglichkeiten sind. Mein Optiker sagte nur, heute habe niemand mehr Probleme mit Gleitsichtgläsern, schon gar nicht mit seinen, das seien die besten, und ich vertraute ihm blöd. Ich bin "naiverweise" davon ausgegangen, dass ich mich nicht zum Fachmann machen muss, bevor ich zum Fachmann gehe. Ich habe mit meiner Gleitsichtbrille bis auf den heutigen Tag Probleme, vor allem im Nah- und Mittelbereich. Hier muss ich beim Arbeiten am Computer ständig rechts und links liegende Bücher lesen können. Das klappt mit der Gleitsichtbrille nicht.
Das veranlasste mich dazu, mich mit dem Thema Gleitsichtgläser zu beschäftigen. Ich suchte andere Optiker auf und habe mir eine Brille für meine Arbeit anfertigen lassen. Man empfahl mir eine Einstärkenbrille optimiert auf meinen Arbeitsbereich. Damit komme ich super zurecht. Überraschenderweise selbst in der Ferne.
Dieser ganze Prozess hat das Vertrauen zu meinem alten Optiker ziemlich erschüttert. Ich habe inzwischen Zweifel an seiner Messung. Mir kommt es auch so vor, als brauche ich noch gar keine Gleitsichtbrille (bin 44 Jahre alt). Mein Verdacht ist, dass ich mit einer für die Ferne überkorrigierten Brille eine Leseprobe lesen sollte, was in einer Empfehlung für eine Gleitsichtbrille mündete. Im Nachhinein gesehen lässt auch seine Beratung sehr zu wünschen übrig. Milde ausgedrückt. Am liebsten würde ich den Kauf meiner Gleitsichtgläser rückabwickeln, weiß aber, dass der Optiker zunächst das Recht auf Nachbesserung hat. Mein Problem ist nun, dass ich aufgrund des verlorenen Vertrauens keinen Sinn in einer Nachbesserung bei diesem Optiker sehe.
Welche Möglichkeiten habe ich in so einem Fall? Ungern würde ich mehr als 800 Euro Lehrgeld zahlen. Für Vorschläge wäre ich sehr dankbar.
Orlanda
